Nun ist die Bilder- und Maschinenstürmerei der dümmsten Triebe des intellektuellen Lumpenproletariats im Mainstream angekommen. In Amerika stürzen die Statuen der Bürgerkriegshelden, sogar Kolumbus wurde geköpft. Filmklassiker wie „Vom Winde verweht“ kommen auf den Index, Straßen und Plätze werden umbenannt. Kasernen schafft man lieber gleich ganz ab, die Polizei soll in Teilen folgen. Eines der ersten Opfer der Nach-Corona-Zeit werden dann in Deutschland die Richard Wagner Festspiele sein. In den Augen der Linken war der Mann ein Nazi und sein Theater lässt sich nicht in Sachen Infektionsschutz ertüchtigen. Seine Geburtsstadt Leipzig hat den Trend schon erkannt und bringt gerade zum zweiten Male die Umbenennung des rings um sein schon abgerissenes Geburtshaus befindlichen „Richard-Wagner-Platzes“ ins Spiel. „Refugee-Welcome-Platz“ soll er nach dem Willen der Kulturhasser heißen. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis auch die Weimarer Klassik in den Fokus der Aufräumer gerät. Für Goethe waren Frauen mehr Objekt eigener Leidenschaften denn menschliche Subjekte. Seine Frau Christiane hatte keinen Zutritt wenn der Meister Gäste empfing und in den Stunden ihres Todes – es waren sehr lange Stunden – hatte der Meister zu arbeiten. Sexistisch und frauenverachtend wie er war, schaute er erst wieder vorbei als es „vollbracht“ war. Hinweg mit ihm! Und Luther? Bruder Martinus war ohne jeden Zweifel Antisemit. Ein zeitgeschichtlicher Kontext hat auch anderen „Anbräunern“ nicht als mildernder Umstand geholfen. Aber konsequent sollten die linken Dummschwätzer dann schon sein. Ein weites Betätigungsfeld entbietet ihr Säulenheiliger selbst. Nachdem Lasalle ihn 1862 in London besucht hatte, beschimpft Karl Marx ihn als „jüdischen Nigger Lasalle“ und schreibt: „Es ist mir jetzt völlig klar, dass er, wie auch seiner Kopfbildung und sein Haarwuchs beweist, von Negern abstammt, die sich dem Zug des Moses aus Ägypten anschlossen. Nun, diese Verbindung von Judentum und Germanentum mit der negerhaften Grundsubstanz müssen ein sonderbares Produkt hervorbringen. Die Zudringlichkeit des Burschen ist auch niggerhaft.“ Selbst seinen eigenen Schwiegersohn Paul Lafarge, dessen Mutter eine kubanische Kreolin war, erniedrigte er in einem Brief an seine Tochter Jenny als „Negrillo“ und „Abkömmling eines Gorillas“.
Falls er also noch leben sollte, der Revolutionär, stellte sich die DDR-Frage: Was tun mit seinen Bildern und ihm? Aufhängen oder An-die-Wand-stellen?